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Ginkgo – Wirkungen

Von Seiten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA1) liegt derzeit für Ginkgo noch keine zugelassene gesundheitsbezogene Aussage vor.

Wirkungen von Ginkgo

Im Folgenden sind die auf Grundlage einschlägiger Fachliteratur als gesichert angesehenen Wirkungen von Ginkgo für den Menschen aufgeführt.

Spezialextrakte aus Ginkgoblättern werden als durchblutungsförderndes Antidementivum (Neurotropikum, Nootropikum) insbesondere zur Therapie leichter bis mittelschwerer Demenz verordnet.

Der Wirkmechanismus der Ginkgo-Blätterextrakte ist wegen der unterschiedlichen Wirkstoffe vieler verschiedener Substanzen bisher nicht geklärt. Das gilt insbesondere auch für die neuroprotektive (nervenschützende) Wirkung. Folgende Wirkstoffe werden derzeit für die Wirkungen diskutiert:

  • Aus der Gruppe der Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe): Biflavonoide, Flavon- und Flavonolglykoside
  • Aus der Gruppe der Terpentrilactone
    • Bilabolide
      • hemmen den Abbau zellulärer Membranen, der mit neurodegenerativen Erkrankungen assoziiert sind
      • hemmen die Aktivierung der Phospholipase A2, die Phosphatidylcholin zu Cholin abbaut
    • Ginkgolide A, B (PAF-Antagonist; PAF = Plättchen-aktivierender Faktor, der als gerinnungsfördernde Substanz Blutgerinnsel verursachen kann), C, J, M

Bilabolide und Ginkgolide sind bisher nur im Ginkgo nachgewiesen worden. Wegen der Komplexität dieser Substanzen ist eine synthetische Herstellung bisher nicht gelungen.

Folgende Wirkungen lassen sich zusammenfassen:

  • Antihypoxische Wirkung (Sauerstoffunterversorgung entgegenwirkend)
  • Antiischämisch (Minderdurchblutung entgegenwirkend)
  • Beeinflussung zentraler Neurotransmitter
  • Hemmung der Aggregation von Thrombozyten (Blutplättchen)
  • Inaktivierung freier Radikale
  • Neuroprotektiv (nervenschützend)
  • Verbesserung
    • der Fließeigenschaften des Blutes
    • der Gedächtnisleistung
    • des Lernvermögens
    • der Mikrozirkulation
  • Verzögerung der Demenzerkrankung
  • Die Wirkung tritt erst nach mehrwöchiger Einnahme ein.

Hinweis: Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft empfiehlt bei Anwendung von Ginkgopräparaten eine eingehende Gerinnungsanamnese zu erheben, da es Hinweise für eine erhöhte Blutungsneigung gibt (siehe "Wechselwirkungen").

Literatur

  1. Frohne D: Heilpflanzenlexikon. Ein Leitfaden auf wissenschaftlicher Grundlage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart. 9. Auflage, 2021
  2. Pahlow M: Das große Buch der Heilpflanzen. Nikol-Verlag. August 2013
  3. World Health Organization (WHO): WHO Monographs on Selected Medicinal Plants – Volume 1 – Folium Ginkgo. 1999.
  4. European Medicines Agency (EMA): European Union herbal monograph on Ginkgo biloba L., folium – Final 2015

1Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA):

  • Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit der Grundpfeiler der Risikobewertung der Europäischen Union (EU).
  • Zu ihren Aufgaben zählt u.a. die Bewertung gesundheitsbezogener Angaben (sog. Health claims) für Lebensmittel.
  • Gesundheitsbezogene Angaben werden von der EFSA überprüft und stützen sich auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Nachweise.
  • Weitere Funktionen und Wirkungen für den Menschen sind möglich, ohne dass sie hier Erwähnung finden. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert.
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