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Brennnessel – Wirkungen

Für die Brennnesselblätter und das -kraut ist ein diuretischer (entwässernder), wenn auch geringer Effekt nachweisbar, der in erster Linie auf die Flavonoide und den Mineralstoff Kalium zurückzuführen ist [1, 3, 5].

Des Weiteren wird ihnen eine antiinflammatorische (entzündungshemmende) bzw. antirheumatische Wirkung nachgesagt [1-3]. Für rheumatische Entzündungsprozesse ist vor allem die Caffeolyäpfelsäure zuständig. Unter Entzündungsgesichtspunkten werden Leukotriene, Interleukin-1beta, Prostaglandine und der Tumornekrosefaktor Alpha (TNF-α, TNF alpha) gehemmt. Als verantwortlicher Inhaltsstoff für diese Hemmung wird das Oxylipin diskutiert [1]. Letztlich handelt es sich um einen komplexen Wirkungsprozess, bei dem Einzelwirkungen nur teilweise geklärt sind.

Brennnesselwurzelextrakte werden zur unterstützenden Therapie bei Prostatabeschwerden empfohlen. Sie verbessern Symptome, die im Zusammenhang mit einer benignen Prostatahyperplasie (BPH; gutartige Prostatavergrößerung) stehen. Dieser Effekt scheint auf die Stadien I und II der Erkrankung beschränkt zu sein [1-8].

Die Brennnesselwurzelextrakte haben eine antiandrogene Wirkung, die dem Phytosterol (Pflanzenhormon) ß-Sitosterol zugesprochen wird. Dies hemmt das Enzym 5-alpha-Reduktase, das die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) katalysiert. Erhöhte DHT-Spiegel sind mit einem erhöhten Risiko für eine benigne Prostatahyperplasie (BPH) assoziiert [1-8]. Aber auch die Lignane und UDA (Urtica-dioica-Agglutinin, ein urticaspezifisches Lektin) werden in diesem Zusammenhang genannt [1].

Literatur

  1. Frohne D: Heilpflanzenlexikon. Ein Leitfaden auf wissenschaftlicher Grundlage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart. 9. Auflage, 2021
  2. Pahlow M: Das große Buch der Heilpflanzen. Nikol-Verlag. August 2013
  3. Chevallier A: Das große Lexikon der Heilpflanzen. Dorling Kindersley Verlag GmbH. März 2017
  4. European Medicines Agency (EMA): European Union herbal monograph on Urtica dioica L., Urtica urens L., their hybrids or their mixtures, radix – Final 2012
  5. World Health Organization (WHO): WHO Monographs on Selected Medicinal Plants – Volume 2 – Radix Urticae. 2002.
  6. Karami AA, Sheikhsoleimani M, Memarzadeh MR, Haddadi E, Bakhshpour M, Mohammadi N, Mirhashemi SM: Urtica Dioica Root Extract on Clinical and Biochemical Parameters in Patients with Benign Prostatic Hyperplasia, Randomized Controlled Trial. Pak J Biol Sci. 2020 Jan; 23 (10): 1338-1344. doi: 10.3923/pjbs.2020.1338.1344.
  7. Ghorbanibirgani A, Khalili A, Zamani L: The efficacy of stinging nettle (urtica dioica) in patients with benign prostatic hyperplasia: a randomized double-blind study in 100 patients. Iran Red Crescent Med J. 2013;15(1): 9-10. doi: 10.5812/ircmj.2386.
  8. Pavone C, Abbadessa D, Tarantino ML, Oxenius I, Laganà A, Lupo A, Rinella M:: [Associating Serenoa repens, Urtica dioica and Pinus pinaster. Safety and efficacy in the treatment of lower urinary tract symptoms. Prospective study on 320 patients]. Urologia. Jan-Mar 2010;77(1):43-51.
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