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Vitamin A – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Vitamin A werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Vitamin A in Deutschland

  • 15 % der Männer und 10 % der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin A nicht.
  • Junge Männer und Frauen sind häufiger von einer Unterversorgung betroffen als ältere. 25 % der jungen Männer und 20 % der jungen Frauen bis 24 Jahre nehmen nicht genug Vitamin A mit der Nahrung auf.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 400 Mikrogramm Vitamin A. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 40 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 200 Mikrogramm Vitamin A. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 25 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat haben einen täglichen Mehrbedarf von 300 Mikrogramm Vitamin A gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren einen Fehlbetrag von 500 Mikrogramm Vitamin A pro Tag.
  • Stillende haben einen täglichen Mehrbedarf von 700 Mikrogramm Vitamin A gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden einen Fehlbetrag von 900 Mikrogramm Vitamin A pro Tag.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Vitamin A auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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