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Pyridoxin - Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Pyridoxin (Vitamin B6) werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Pyridoxin in Deutschland

  • 12 % der Männer und 13 % der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Pyridoxin nicht.
  • Bei Frauen in der Altersklasse von 19 bis 24 Jahren ist der Anteil mit 16 % noch etwas höher.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 0,3 Milligramm Pyridoxin. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 20 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen ebenfalls 0,3 Milligramm Pyridoxin. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 25 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat haben einen täglichen Mehrbedarf von 0,7 Milligramm Pyridoxin gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren einen Fehlbetrag von 1 Milligramm Pyridoxin pro Tag.
  • Stillende haben einen täglichen Mehrbedarf von 0,7 Milligramm Pyridoxin gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden einen Fehlbetrag von 1 Milligramm Pyridoxin pro Tag.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Pyridoxin auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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