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Cobalamin – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Cobalamin (Vitamin B12) werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nahrstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Cobalamin in Deutschland

  • Insgesamt 8 % der Männer und 26 % der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Cobalamin nicht.
  • Bei den Frauen erreichen mit 33 % besonders viele junge Frauen in der Altersklasse von 14 bis 24 Jahre nicht die Zufuhrempfehlung.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 0,6 Mikrogramm Cobalamin. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 20 % unterhalb der empfohlenen Zufuhr.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 1,3 Mikrogramm Cobalamin. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 43 % unterhalb der empfohlenen Zufuhr.
  • Schwangere haben einen täglichen Mehrbedarf von 0,5 Mikrogramm Cobalamin gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren einen Fehlbetrag von 1,8 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag.
  • Stillende haben einen täglichen Mehrbedarf von 1 Mikrogramm Cobalamin gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden einen Fehlbetrag von 2,3 Mikrogramm Cobalamin pro Tag.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Cobalamin auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen. 

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