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Zink - Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Zink werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Zink in Deutschland

  • Insgesamt erreichen 32 % der Männer und 21 % der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Zink nicht.
  • Bei den älteren Männern ab 65 Jahren nehmen 44 % nicht genügend Zink auf. Bei den älteren Frauen ab 65 Jahren sind es 27 %. Auch der Anteil der weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahren), welche die empfohlene Zufuhrmenge nicht aufnehmen, ist mit 28 % etwas höher.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 3,7 Milligramm Zink. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 37 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 2,3 Milligramm Zink. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 33 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat haben einen täglichen Mehrbedarf von 3 Milligramm Zink gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren einen Fehlbetrag von 5,3 Milligramm Zink pro Tag.
  • Stillende haben einen täglichen Mehrbedarf von 4 Milligramm Zink gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden einen Fehlbetrag von 6,3 Milligramm Zink pro Tag.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Zink auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.