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Natrium – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Natrium werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Natrium in Deutschland

  • Die Zufuhrempfehlung für Natrium wird von Männern in allen Altersklassen erreicht.
  • Bei den Frauen erreichen nur 9 % die empfohlene tägliche Zufuhr von Natrium nicht.
  • Bei den weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) erreichen 13 % nicht die empfohlene Natriummenge.
  • In der Altersgruppe der 19- bis 24-jährigen Frauen liegen 14 % unterhalb der Empfehlungen.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 321 Milligramm Natrium. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 21 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere und Stillende haben keinen Mehrbedarf an Natrium gegenüber ihren nicht-schwangeren bzw. nicht-stillenden Altersgenossen. Somit gilt für sie dieselbe Versorgungssituation wie bei den nicht-schwangeren bzw. nicht-stillenden Frauen.
  • In Deutschland wird Natrium zu 80 bis 90 % als Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen. Die von der DGE als akzeptabel angesehene Menge von 6 Gramm Kochsalz pro Tag (entsprechend 2,4 Gramm Natrium) wird in der deutschen Bevölkerung von der Mehrheit überschritten.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Natrium auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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