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Kalium – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Kalium werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Kalium in Deutschland

  • Insgesamt erreichen 56 % der Männer und 77 % der Frauen im Alter von 35-50 Jahren die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalium nicht.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern (im Alter von 35-50 Jahren) fehlen 1.806 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 45 % der empfohlenen Zufuhrmenge. 
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen (im Alter von 35-50 Jahren) fehlen 2.130 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 53 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere haben keinen Mehrbedarf an Kalium gegenüber ihren nicht-schwangeren Altersgenossen. Sie unterliegen somit der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren 2.130 mg Kalium pro Tag.
  • Stillende haben gegenüber ihren nicht-stillenden Altersgenossen einen um 400 mg höheren Bedarf an Kalium, nämlich 4.400 mg Kalium pro Tag. Den am schlechtesten versorgten Stillenden (im Alter von 25-34 Jahren) fehlen 2.597 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 59 % der empfohlenen Zufuhrmenge.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Kalium auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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