Kalium

Versorgungssituation

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen (D-A-CH-Referenzwerte) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich, der in der NVS II ermittelten Nährstoffzufuhr mit den Empfehlungen der DGE lässt erkennen, für welche Mikronährstoffe (Vitalstoffe) in Deutschland häufiger eine Unterversorgung besteht.

Zur Versorgungssituation lässt sich feststellen:

  • Insgesamt erreichen 4 % der Männer und 8 % der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalium nicht.
  • In der jüngsten Altersgruppe (14-18 Jahre) sind die Anteile mit 7 % bei den Männern und 17 % bei den Frauen noch etwas höher.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 126 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 6 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 412 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 21 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere und Stillende haben keinen Mehrbedarf an Kalium gegenüber ihren nicht-schwangeren bzw. nicht-stillenden Altersgenossen. Sie unterliegen jedoch der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren und Stillenden 412 mg Kalium pro Tag.

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann ein individueller Mehrbedarf (z. B. wg. Ernährungsweise, Genussmittelkonsums, Dauermedikation etc.) über den Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

  • Seite empfehlen: