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Kalium – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Kalium werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Kalium in Deutschland

  • Insgesamt erreichen 64 % der Männer und 79 % der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalium nicht.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 2.126 Milligramm Kalium. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 53 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge. 
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 2.412 Milligramm Kalium. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 60 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere haben keinen Mehrbedarf an Kalium gegenüber ihren nicht-schwangeren Altersgenossen. Sie unterliegen somit der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren 2.412 Milligramm Kalium pro Tag.
  • Stillende haben gegenüber ihren nicht-stillenden Altersgenossen einen um 400 Milligramm höheren Bedarf an Kalium, nämlich 4.400 Milligramm Kalium pro Tag. Den am schlechtesten versorgten Stillenden in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen fehlen 2.597 Milligramm Kalium. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 59 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Kalium auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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