Kalium

Versorgungssituation

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhr-Empfehlungen (D-A-CH-Referenzwerte) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich, der in der NVS II ermittelten Nährstoffzufuhr mit den Empfehlungen der DGE lässt erkennen, für welche Mikronährstoffe (Vitalstoffe) in Deutschland häufiger eine Unterversorgung besteht.

Für Kalium wurden die Referenzwerte von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2016 überarbeitet. Nun wird ein Schätzwert für eine angemessene Kaliumzufuhr für Frauen und Männer angegeben, während es sich zuvor um einen Schätzwert für eine minimale Zufuhr handelte.

Zur Versorgungssituation lässt sich feststellen:

  • Insgesamt erreichen 64 % der Männer und 79 % der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalium nicht.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 2126 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 53 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 2412 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 60 % der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere haben keinen Mehrbedarf an Kalium gegenüber ihren nicht-schwangeren Altersgenossen. Sie unterliegen somit der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren 2412 mg Kalium pro Tag.
  • Stillende haben gegenüber ihren nicht-stillenden Altersgenossen einen um 400 mg höheren Bedarf an Kalium, nämlich 4.400 mg Kalium pro Tag. Den am schlechtesten versorgten Stillenden in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen fehlen 2.597 mg Kalium. Dies entspricht einem täglichen Fehlbetrag von 59 % der empfohlenen Zufuhrmenge.

Da sich die Zufuhr-Empfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann ein individueller Mehrbedarf (z. B. wg. Ernährungsweise, Genussmittelkonsums, Dauermedikation etc.) über den Zufuhr-Empfehlungen der DGE liegen.

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