Stoffwechsel und Regulation

Der Fettstoffwechsel ist eng mit dem Kohlenhydratstoffwechsel verbunden. Aus dem Abbau der Triglyceride (Lipolyse) entstehen freie Fettsäuren, die zur Energiegewinnung weiter verstoffwechselt werden. Überschüssige Fettsäuren werden wieder zu Triglyceriden aufgebaut und als Depotfett gespeichert.
Bei einem Mangel an Kohlenhydraten (z. B. beim Fasten) werden die freien Fettsäuren nicht als Depotfett gespeichert, da Zucker (Glucose) nicht zum Wiederaufbau zur Verfügung steht, sondern zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels benötigt wird. Auch das beim Fettabbau entstandene Glyzerin dient der Bildung von Glucose.

Cholesterin wird nicht nur mit der Nahrung zugeführt, sondern wird insbesondere im Darm und in der Leber gebildet. Die Höhe der Cholesterinbildung hängt von der Höhe der mit der Nahrung aufgenommenen Cholesterinmenge ab. Bei einer hohen Zufuhr fällt die körpereigene Cholesterinbildung geringer aus.

Fettaufbau und -abbau laufen im Fettgewebe parallel ab. Die Geschwindigkeit dieser beiden Stoffwechselwege wird durch Hormone wie Insulin und Katecholamine beeinflusst. Insulin befördert Glucose (Blutzucker) in die Fettzelle, wo es zur gesteigerten Bildung von Triglyceriden kommt. Die Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin fördern den Fettabbau und die Fettsäureabgabe durch das Fettgewebe. Im Blut steigt die Konzentration freier Fettsäuren an, die zum Teil in sogenannte Ketonkörper umgewandelt werden. Auch Schilddrüsenhormone und Glucocorticoide fördern den Fettabbau.

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