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Vitamin K – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Vitamin K werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Ernährungsbericht 2012

In der Nationalen Verzehrsstudie II (2008) wurde Vitamin K nicht erfasst. Die Daten über die Vitamin K-Zufuhr in Deutschland stammen aus dem Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V (DGE).

Diese Daten zur Vitamin K-Zufuhr beruhen auf Schätzungen und geben nur die mittlere Zufuhr wieder. Aussagen zur Versorgungssituation unterhalb des Mittelwertes lassen sich nicht treffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass in der deutschen Bevölkerung keine Unterversorgung an Vitamin K besteht.

Versorgungssituation von Vitamin K in Deutschland

  • Für Deutschland liegen keine ausreichenden Hinweise vor, die eine unzureichende Versorgung an Vitamin K erkennen lassen. Neugeborene und Säuglinge stellen eine Ausnahme dar.
  • Neugeborene und Säuglinge leiden häufig an einem Vitamin K-Mangel. Die Ursachen liegen in einer unzureichenden Versorgung des Vitamins im Mutterleib und in dem niedrigen Vitamin K-Gehalt der Muttermilch.
  • Männer nehmen im Durchschnitt 76 Mikrogramm Vitamin K pro Tag auf. Die mittlere tägliche Zufuhr liegt in fast allen Altersklassen oberhalb der Zufuhrempfehlung der DGE.
  • Bei Männer in den Altersklassen von 15 bis 18 und 19 bis 25 Jahren liegt die durchschnittliche Zufuhr mit 63 bzw. 64 Mikrogramm knapp unter der Empfehlung von 70 Mikrogramm Vitamin K pro Tag.
  • Frauen nehmen im Durchschnitt 71 Mikrogramm Vitamin K pro Tag auf. Die empfohlene tägliche Zufuhrmenge der DGE wird auch hier in fast allen Altersklassen erreicht.
  • Bei Frauen in den Altersklassen von 15 bis 18 und 19 bis 25 Jahren liegt die durchschnittliche Zufuhr mit 56 bzw. 59 Mikrogramm knapp unter der Empfehlung von 60 Mikrogramm Vitamin K pro Tag.
  • Schwangere und Stillende haben gegenüber ihren nicht-schwangeren bzw. nicht-stillenden Altersgenossen keinen Mehrbedarf an Vitamin K. Entsprechend erreichen auch Schwangere und Stillende im Durchschnitt die Zufuhrempfehlungen der DGE.

Grünes Gemüse: Wichtigste Vitamin K-Quelle in der Nahrung

Hauptlieferant für Vitamin K ist vor allem grünes Gemüse wie beispielsweise Spinat, Grünkohl oder Brokkoli. Daneben können auch Milch und Milchprodukte zur Bedarfsdeckung von Vitamin K beitragen.

Eine ausgewogene Ernährung reich an Gemüse ist daher besonders wichtig, um eine Vitamin K-Unterversorgung zu vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich 400 Gramm Gemüse zu sich zu nehmen.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der individuelle Bedarf für Vitamin K zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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