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Selen - Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Selen werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

In der Nationalen Verzehrsstudie II (2008) wurde Selen nicht erfasst. Bezüglich der Zufuhr von Selen in der deutschen Bevölkerung existieren nur Daten aus einer Studie aus dem Jahre 1996 [1].

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Selen in Deutschland

  • Im Durchschnitt nehmen Männer 41 Mikrogramm und Frauen 30 Mikrogramm Selen pro Tag zu sich und erreichen damit die von der DGE empfohlene Zufuhr.
  • Schwangere und Stillende haben keinen Mehrbedarf für Selen. Entsprechend wird auch von Schwangeren und Stillenden die Zufuhrempfehlung für Selen im Durchschnitt erreicht.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Selen auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

 

Literatur

  1. Drobner, C., Anke, M, Thomas, G.: Selenversorgung und Selenbilanz Erwachsener in Deutschland. In: Mengen und Spurenelemente (16. Arbeitstagung), Anke, M. et al. (Hrsg.), H. Schubert: Leipzig (1996), 627-634

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