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Jod – Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Jod werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Jod in Deutschland

  • Ohne die Verwendung von jodiertem Speisesalz erreichen 96 % der Männer und 97 % der Frauen die tägliche Zufuhrempfehlung der DGE für Jod nicht.
  • Geht man davon aus, dass für alle Rezepte und Mischungen jodiertes Speisesalz verwendet wird, liegen noch 28 % der Männer und 53 % der Frauen unter der Empfehlung für die Jod-Zufuhr.
  • Es ist anzunehmen, dass die tatsächliche Jod-Aufnahme in der deutschen Bevölkerung zwischen den Werten ohne und mit Berücksichtigung von jodiertem Speisesalz liegt.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen (unter Berücksichtigung der Jod-Zufuhr über jodiertes Speisesalz) 74 Mikrogramm Jod. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 37 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen (unter Berücksichtigung der Jodzufuhr über jodiertes Speisesalz) 109 Mikrogramm Jod. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 55 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere haben einen täglichen Mehrbedarf von 30 Mikrogramm Jod gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Schwangeren einen Fehlbetrag von 139 Mikrogramm Jod pro Tag.
  • Stillende haben einen täglichen Mehrbedarf von 60 Mikrogramm Jod gegenüber nicht-stillenden Frauen. Entsprechend haben die am schlechtesten versorgten Stillenden einen Fehlbetrag von 169 Mikrogramm Jod pro Tag.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Calcium auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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