Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind bioaktive Substanzen.

Neben den essentiellen, das heißt lebensnotwendigen Nährstoffen (Makro- und Mikronährstoffen) wie Kohlenhydrate, Proteine, Fett, Mineralstoffe und Vitamine, enthalten Nahrungsmittel auch sogenannte „anutritive Inhaltsstoffe“. Diese Inhaltsstoffe haben keine lebenserhaltende nährende Funktion, sondern zeichnen sich durch ihre Bedeutung für die Gesundheit aus.

Für derartige gesundheitsfördernde Stoffe gilt heute der Begriff „bioaktive Substanzen“. Zu dieser Gruppe gehören neben den Ballaststoffen und den Substanzen in fermentierten Lebensmitteln vor allem die sekundären Pflanzenstoffe.

Die Gesamtheit der in der Natur vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe ist noch unbekannt – derzeit werden mindestens 60.000 unterschiedliche Stoffe angenommen.

Die sekundären Pflanzenstoffe werden in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • Alkaloide
  • Isoprenoide (Terpene) – dazu gehören die Carotinoide
  • Polyphenole
  • Pflanzliche Amine – zum Beispiel Indol-3-Essigsäure
  • Glycoside

Sekundäre Pflanzenstoffe nehmen in der Pflanze vielfältige Aufgaben wahr, wie beispielsweise den Schutz vor schädigendem Sonnenlicht, Schädlingen, Verletzung und Krankheiten.

Der Begriff „sekundär“ darf somit nicht missverstanden werden, indem den sekundären Pflanzenstoffen eine untergeordnete Rolle beigemessen wird.
Viele Studien zeigen, dass die sekundären Pflanzenstoffe die essentiellen Vitalstoffe in ihrer Wirkung optimal ergänzen und somit eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit des menschlichen Körper haben.

Achtung!
Nach den für die Bundesrepublik Deutschland vorliegenden Daten über die Versorgungssituation mit sekundären Pflanzenstoffen ist die Zufuhr der Männer und Frauen für Beta-Carotin, nicht optimal [1].

Literatur

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung: Domke A., Großklaus R., Niemann B., Przyrembel H., Richter K., Schmidt E., Weißenborn A., Wörner B., Ziegenhagen R. (Hrsg.)
    Verwendung von Vitaminen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte Teil 1. 29-101, 225-234
    BfR-Hausdruckerei Dahlem, 2004
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