Wirkung

Allgemeine positive Wirkungen auf den menschlichen Körper

  • Aus ballaststoffreicher Nahrung werden die Kohlenhydrate im Darm langsamer aufgenommen, dadurch kommt es zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Essen. Deshalb wird vor allem Diabetikern empfohlen, sich ballaststoffreich zu ernähren.
  • Ballaststoffe erhöhen die Kautätigkeit. Dadurch werden die Zähne bei der Kaubewegung gereinigt, und es kommt zu einer Steigerung des Speichelflusses, wodurch der Abbau verbleibender Speisereste verbessert wird.
  • Ballaststoffe quellen im Magen auf und sorgen durch die Zunahme des Volumens für eine Verstärkung des Sättigungsgefühls.
  • Durch ihr Wasserbindungsvermögen wird das Stuhlvolumen größer und einer Verstopfung (Obstipation) vorgebeugt.
  • Außerdem binden Ballaststoffe giftig wirkende Substanzen und Gallensäuren. Sie werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Dadurch wird die Neubildung der Gallensäuren im Blut erforderlich, wobei Cholesterin im Blut verbraucht und der Gesamtcholesterin-Spiegel gesenkt wird. Ballaststoffe nehmen ebenfalls Einfluss auf den Fettstoffwechsel durch die Hemmung der fettspaltenden Enzyme. Wenn die Fettspaltung in Fettsäuren und Glycerin blockiert wird, kann nur eine geringe Fettaufnahme stattfinden. Die Fette werden somit erhöht ausgeschieden.

Gleichzeitig weisen Studienergebnisse darauf hin, dass insbesondere den wasserlöslichen Ballaststoffen vor allem aus Gemüse und Obst und der resistenten Stärke beispielsweise aus Kartoffeln eine wesentliche Bedeutung beim Schutz vor Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom; kolorektales Karzinom) zukommt. Im Dickdarm angesiedelte Bakterien wandeln wasserlösliche Ballaststoffe, insbesondere Pektin, und resistente Stärke zu den Fettsäuren  Essigsäure, Buttersäure und Propionat um. Diese Fettsäuren senken den pH-Wert im Darm und hemmen so die Umwandlung primärer Gallensäuren in die krebsfördernden sekundären Gallensäuren. Die Fettsäure Butyrat hemmt zudem direkt das Wachstum von Krebszellen im Dickdarm.

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