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Lebensmittel in der Sirtfood-Diät

Die Sirtfood-Diät basiert auf der gezielten Aufnahme von Lebensmitteln, deren Inhaltsstoffe die Aktivierung von Sirtuinen im Körper anregen können. Diese Lebensmittel werden als "Sirtfoods" bezeichnet.

Besonders das Polyphenol Resveratrol, das in den Schalen roter Trauben vorkommt, wurde als potenzieller Aktivator von Sirtuinen, speziell dem SIRT1, identifiziert. SIRT1 führt u. a. zur Aktivierung des transkriptionellen Coaktivators PGC-1α, der wiederum zur Aktivierung der Fettverbrennung (Fettsäureoxidation) beiträgt.

Folgenden weiteren sekundären Pflanzenstoffe werden Wirkungen auf die SIRT-Aktivität zugesprochen:

  • Quercetin scheint ebenfalls die SIRT-Aktivität zu steigern. Es ist vor allem in Zwiebeln, Äpfeln, Beeren, Kohl, Tomaten, Petersilie und Nüssen enthalten.
  • Studien haben gezeigt, dass Curcumin die Aktivität von SIRT1 erhöhen kann.
  • Epigallocatechingallat (EGCG) kann ebenfalls die SIRT1-Aktivität modulieren, indem es die Expression von SIRT1 erhöht. Es kommt besonders in grünem Tee vor.
  • Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass einige Isoflavone, insbesondere Genistein, die SIRT-Aktivität beeinflussen können. Isoflavone kommen vor allem in Sojabohnen und Sojaprodukten wie Edamame, Sojamilch, Sojaprotein, Tofu und Tempeh vor.

Folgende Lebensmittel sind reich an SIRT-aktivierenden Inhaltsstoffen:

Getreide und Getreideprodukte Buchweizen
   
Gemüse und Salate Brokkoli
  Chicorée
  Grünkohl
  Rote Zwiebeln
  Rucola
  Sellerie
  Spinat
  Tomaten
  Zwiebeln
   
Soja bzw. daraus hergestellte Produkte Tempeh
  Tofu
   
Obst und Trockenobst Äpfel
  Aprikosen
  Blaubeeren
  Brombeeren
  Datteln
  Erdbeeren
  Himbeeren
  Heidelbeeren
  Kirschen
  Pflaumen
  Rote Trauben
  Zitrusfrüchte (v. a. Grapefruit)
   
Nüsse und Samen Cashewkerne
  Erdnüsse
  Walnüsse
   
Fette und Öle Olivenöl (Extra Virgin)
   
Kräuter und Gewürze Chili
  Kapern
  Knoblauch
  Kurkuma
  Petersilie
  Zimt
   
Getränke Grüner Tee (Matcha-Tee)
  Kaffee
  Rotwein (moderater Konsum)
   
Diverses Dunkle Schokolade (mind. 85 % Kakaoanteil)

Die Liste der Sirtfoods ist nicht abschließend und kann sich im Laufe der Zeit ändern, wenn weitere Forschungsergebnisse vorliegen.

Lebensmittel, die gemieden werden sollten

In der Sirtfood-Diät gibt es auch Lebensmittel, die gemieden werden sollten, da sie die Aktivierung von Sirtuinen möglicherweise beeinträchtigen könnten. Hierzu gehören:

  • Verarbeitete Lebensmittel
  • Zuckerhaltige Getränke
  • Raffinierte Kohlenhydrate – Diese wurden einem industriellen Verarbeitungsprozess unterzogen und haben einen niedrigen Nährwert. Dazu zählen Mono- und Disaccharide (Einfach- und Zweifachzucker), die einen hohen glykämischen Index haben, also nach der Aufnahme einen raschen und hohen Anstieg des Blutzuckers und Ausschüttung von Insulin bewirken
  • Trans-Fettsäuren

Beachte: Neben der gezielten Aufnahme von Sirtfoods aktivieren auch Hungerphasen bzw. Kalorienrestriktion (caloric restriction (CR)), wie sie im Rahmen von Dinner Cancelling oder intermittierendem Fasten bestehen, Sirtuine – ebenso sportliche Aktivität, die einen niedrigen Energiestatus hervorrufen kann.

Weitere gesundheitliche Vorteile der Sirtfood-Diät

Die Sirtfoods zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an Makro- und Mikronährstoffen sowie weiteren Stoffen* aus und können verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten:

  • Sekundäre Pflanzenstoffe, z. B.:
    • Polyphenole: Sie aktivieren nicht nur Sirtuine, sondern haben antioxidative und antiinflammatorische (entzündungshemmende) Eigenschaften. Sie können dazu beitragen, oxidative Schäden in den Zellen zu reduzieren und das Risiko von chronischen Entzündungszuständen zu verringern. Darüber hinaus können sie die Darmflora in der Zusammensetzung und Aktivität positiv beeinflussen.
    • Curcumin – Hat antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften und ist der Farbstoff, der der Kurkumawurzel (Gelbwurzel) den charakteristischen gelben Farbton verleiht.
  • Ballaststoffe: Lebensmittel wie Grünkohl und Erdbeeren sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen und ein Sättigungsgefühl fördern können.
  • „Gesunde Fette“: Olivenöl und Walnüsse sind Quellen für die gesundheitsfördernden ungesättigten Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System schützen und entzündungshemmende Eigenschaften haben.

*Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Proteine (Eiweiße)) und Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) sowie weitere Stoffe mit ernährungsspezifischer und physiologischer Wirkung