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Fette

Bei Untergewicht sollte die Ernährung hochkalorisch sein. Der empfohlene Fett-Anteil sollte bis zu 40 % des Tages-Energiebedarfs betragen – das entspricht circa 90-95 g Fett pro Tag (1 g Fett liefert 9,3 Kalorien).

Zum Vergleich: Normalgewichtigen wird ein Fett-Anteil von 30 % des Tages-Energiebedarfs empfohlen – das entspricht 70 g Fett pro Tag.

Trotzdem die Fettzufuhr zu steigern ist, achten Sie bitte darauf, dass Sie gesund zunehmen. Im Folgenden einige Lebensmittel bzw. -kombinationen, die fett- und kalorienreich, aber nicht ungesund sind:

  • Avocados
  • Kartoffeln mit Butter
  • Nudeln mit Hackfleischsoße
  • fettreicher Käse

Weitere Tipps:

  • Schwenken Sie das Gemüse in Butter oder Margarine.
  • Bereiten Sie Salate mit Sahne oder Öl zu.
  • Bei Milch und Milchprodukten bevorzugen Sie die mit höherem Fettgehalt.
  • Wurst und hier vor allem Wurst aus Nicht-Geflügelfleisch ist auf Grund des Fettgehaltes ein hochwertiger Energielieferant. Besonders kalorienreich sind Streichwürste wie Mett-, Tee- oder Leberwurst. Diese Aufstriche liefern rund 30 g Fett/100 g. Brühwurstsorten wie Fleischwurst oder Mortadella enthalten ebenfalls mehr als 20 g Fett/100 g. Um eine Gewichtszunahme zu erreichen, sollten Sie diese Wurstsorten bevorzugt, aber nicht ausschließlich verzehren.
  • Ebenso fett- und kalorienreich sind Nüsse und frischer Seefisch.

Des Weiteren enthalten Nüsse (Haselnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse, Pecannüsse, Walnüsse) sowie frischer Seefisch (Hering, Makrele, Lachs, Steinbutt) die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren – EPA (Eicosapentaen­säure) und DHA (Docosahexaensäure). Sie sind auch in Pflanzenölen enthalten.

  • Essen Sie ein- bis zweimal wöchentlich frischen Seefisch (Hering, Makrele, Lachs und Steinbutt). Verzichten Sie auf Süßwasserfische, sie haben nur einen geringen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren).
  • Essen Sie täglich eine Handvoll ungesalzene Nüsse (Haselnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse).
  • Verwenden Sie kaltgepresste Pflanzenöle (Olivenöl, Leinöl, Nussöl) und pflanzliche Streichfette (z. B. Sonnenblumenmargarine). Diese haben einen hohen Gehalt an den gesundheitsfördernden ungesättigten Fettsäuren.

Entsprechende Lebensmittellisten zu Omega-3-Fettsäuren finden Sie hier.

Empfehlungen zur Fettaufnahme

Bevorzugen Sie mageres Fleisch (Filetstücke) beziehungsweise Geflügel. Wurst sollte fettreduziert sein oder greifen Sie zu Geflügelwurst.

Schränken Sie den Verzehr tierischer Fette, das heißt gesättigter Fettsäuren, sowie von Trans-Fettsäuren ein. Sie kommen insbesondere in tierischen Lebensmitteln, vor allem in rotem Fleisch (Schwein, Rind, Lamm, Kalb), Wurst, Fertigprodukten, Tiefkühlkost, Fast-Food, frittierten Produkten (Pommes frites, Kartoffel-Chips) und fetthaltigen Süßwaren sowie in Margarinearten, die nur aus einer Sorte Öl hergestellt wurden, und kaltgepressten Ölen zum Braten vor. Diätmargarinen enthalten keine Trans-Fettsäuren.

In allen tierischen Lebensmitteln ist die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure enthalten, aus der sogenannte Eicosanoide entstehen, die entzündungsfördernd wirken. Besonders hohe Gehalte finden sich in Schweinefleisch, Schweineschmalz, Leber (Schwein, Rind, Kalb), Leberwurst, Eigelb und Thunfisch. Schränken Sie folglich den Verzehr dieser Lebensmittel ein.

Meiden Sie Süßigkeiten, Knabbereien, Fertigmayonnaisen, Fertigdressings, Fertiggerichte sowie frittierte und panierte Speisen.

Achten Sie bei Milch, Milchprodukten und Käse auf den Fettgehalt.