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Fette

Hochseefisch enthält neben Vitamin D viele langkettige Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil des Sehnervs und der äußeren Schicht des Tränenfilms.

Zudem enthalten die empfindlichen Sinneszellen der Netzhaut wie alle Nervenzellen besonders viel Docosahexaensäure (DHA), eine Omega-3-Fettsäure. Die positive Wirkung auf die Sehkraft stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein.

Die mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure (GLA) ist neben den langkettigen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der äußeren Schicht des Tränenfilms. Ein hoher Gehalt an Gamma-Linolensäure findet sich in Nachtkerzenöl, schwarzem Johannisbeersamenöl und Borretschsamenöl. Die Borretschpflanze wird bereits seit dem Mittelalter als Heil- und Gewürzpflanze verwendet und ist in zahlreichen Klostergärten heimisch. Das klare gelbe Öl hat einen 2- bis teilweise 3‑fach höheren GLA-Gehalt als beispielsweise Nachtkerzenöl.

Mit jedem Lidschlag wird das Auge wiederholt von einem schützenden Tränenfilm überzogen, um es vor Austrocknung und Entzündung zu schützen. Der normale Tränenfilm ist mehrschichtig: Die untere Schicht unterstützt die Anhaftung. Die mittlere wässrige Schicht spendet Feuchtigkeit. Die obere fetthaltige Schicht hemmt die Verdunstung und stabilisiert den Film.

Bei trockenen Augen kann eine Ernährung reich an den Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sowie der Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure (GLA) die Eigenschaften des Tränenfilms und die Menge an Tränenflüssigkeit positiv beeinflussen.

Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Hochseefischen, Nüssen und Pflanzenölen enthalten.

  • Essen Sie ein- bis zweimal wöchentlich frischen Seefisch (Hering, Makrele, Lachs und Steinbutt). Verzichten Sie auf Süßwasserfische, sie haben nur einen geringen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren).
  • Essen Sie täglich eine Handvoll ungesalzene Nüsse (Haselnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse).
  • Verwenden Sie kaltgepresste Pflanzenöle (Olivenöl, Leinöl, Nussöl) und pflanzliche Streichfette (z. B. Sonnenblumenmargarine). Diese haben einen hohen Gehalt an den gesundheitsfördernden ungesättigten Fettsäuren.

Entsprechende Lebensmittellisten zu Gamma-Linolensäure (GLA) finden Sie hier.

Entsprechende Lebensmittellisten zu Omega-3-Fettsäuren (DHA, EPA) finden Sie hier.

Empfehlungen zur Fettaufnahme

Der empfohlene Fett-Anteil beträgt 30 % des Tages-Energiebedarfs – das entspricht circa 70 g Fett pro Tag (1 g Fett liefert 9,3 Kalorien).

Bevorzugen Sie mageres Fleisch (Filetstücke) beziehungsweise Geflügel. Wurst sollte fettreduziert sein oder greifen Sie zu Geflügelwurst.

Schränken Sie den Verzehr tierischer Fette, das heißt gesättigter Fettsäuren, sowie Trans-Fettsäuren ein. Sie kommen insbesondere in tierischen Lebensmitteln, vor allem in rotem Fleisch (Schwein, Rind, Lamm, Kalb), Wurst, Fertigprodukten, Tiefkühlkost, Fast-Food, frittierten Produkten (Pommes frites, Kartoffel-Chips) und fetthaltigen Süßwaren sowie in Margarinearten, die nur aus einer Sorte Öl hergestellt wurden, und kaltgepressten Ölen zum Braten vor. Diätmargarinen enthalten keine trans-Fettsäuren.

In allen tierischen Lebensmitteln ist die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure enthalten, aus der sogenannte Eicosanoide entstehen, die entzündungsfördernd wirken. Besonders hohe Gehalte finden sich in Schweinefleisch, Schweineschmalz, Leber (Schwein, Rind, Kalb), Leberwurst, Eigelb und Thunfisch. Schränken Sie folglich den Verzehr dieser Lebensmittel ein.

Meiden Sie Süßigkeiten, Knabbereien, Fertigmayonnaisen, Fertigdressings, Fertiggerichte sowie frittierte und panierte Speisen.

Achten Sie bei Milch, Milchprodukten und Käse auf den Fettgehalt.