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Bärlauch – ein köstlicher, gesunder Frühlingsbote

Im Mai, wenn es wieder grün wird in den Wäldern, beginnt auch der Bärlauch zu blühen. Das in Europa heimische Wildgemüse (Allium ursinum), auch Hexenzwiebel oder Wald-Knoblauch genannt, erlebt heute als köstliches und vor allem gesundes Zwiebelgewächs eine Renessaince.

Schon die Römer genossen Bärlauch als "Herba salutaris", dem Gesundheitskraut. Bereits viele Jahre zuvor erhielt es von den Kelten und Germanen aufgrund der heilenden Kräfte seinen Namen: Man sagt, dass die aus dem Winterschlaf erwachten Bären zunächst nach den saftigen Blättern des Bärlauchs suchten, um sich mit ihnen den dringend notwendigen Nährstoffnachschub zu holen. Es gab bis heute Zeiten, in denen der Bärlauchwuchs als Plage bezeichnet und kurzerhand ungenutzt aus dem Boden gerissen wurde. Heute jedoch findet man in der kurzweiligen Bärlauch-Saison von April bis Mai viele Sammler, die auf der Suche nach den 20 bis 30 Zentimeter langen, grünen Blättern durch den Wald streifen. Denn frisch gepflückt erreicht der Bärlauch zweifellos den besten Geschmack. Doch auch nach seiner Saison bieten unterschiedlichste Zubereitungen seinen ganzjährigen Genuss.

Beim Sammeln von Bärlauch muss unbedingt genau hingesehen werden, denn die Verwechslungsgefahr mit seinen sehr ungesunden Doppelgängern, den Maiglöckchen, den Herbstzeitlosen und dem sogenannten Aronstab ist groß. Man erkennt das länglich ausgeformte Bärlauchblatt auch gut an seiner Unterseite: Dort ist es mattgrün mit einem dünnen Blattstiel, der einzeln (und nicht paarweise wie die Maiglöckchen) aus dem Boden wächst. Die Blätter der giftigen Waldpflanzen hingegen stechen durch einen hohen Glanz hervor oder zeigen sich in der Form eines Pfeils. Eine letzte Sicherheit bietet der "Reibetrick", bei dem sich der Bärlauch durch seinen Knoblauch-ähnlichen Duft zu erkennen gibt. Doch aufgepasst! Nachdem die Bärlauchblätter einmal gerieben wurden, bleibt der Duft auch später noch an den Fingern haften und macht das Erkennen der äußerlich ähnelnden giftigen Pflanzen weitaus schwieriger.

Zur Schonung der natürlichen Bärlauch-Bestände sollte pro Pflanze möglichst nur ein Blatt geerntet werden und in Naturschutzgebieten ist das Pflücken grundsätzlich nicht erlaubt. Nicht nur beim Sammeln, sondern auch beim Kauf des Frühlingslauchs sollte man darauf achten, dass das Kraut noch nicht blüht, weil die Blätter dann ihr Aroma einbüßen. Bärlauch sollte maximal zwei Tage eingewickelt in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank gelagert werden. Wer ihn nicht frisch verarbeiten kann, sollte ihn portionsweise einfrieren. Aber auch mit der Zubereitung eines klassischen Bärlauch-Pestos, für den man die Blätter zu etwa gleichen Anteilen mit Pinienkernen, Parmesan und Öl sowie etwas Speisesalz püriert, kann man sich den Bärlauch-Genuss für einige Monate erhalten. Kulinarische Frühlingserlebnisse bieten auch Bärlauch-Kräuterquark, Bärlauch-Butter, Bärlauch-Suppe oder Bärlauch-Brot und -Muffins, die obendrein sehr gesund sind.

Frisch verzehrt liefert Bärlauch viel Vitamin C und wertvolle essentielle Aminosäuren sowie ätherische Öle. Weiterhin sind Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen enthalten. Mit all diesen hochwertigen Inhaltsstoffen kurbelt der aromatische Frühlingsbote den Stoffwechsel an, besitzt eine entzündungshemmende Eigenschaft, unterstützt die Verdauung und leistet rundum einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Probieren Sie es doch einmal aus!