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20. September: Der Weltkindertag 2022

Der diesjährige Weltkindertag steht ganz im Zeichen des Mottos „Gemeinsam für Kinderrechte“. Zum 20.September rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland die gesamte Gesellschaft auf, alles dafür zu tun, um die Rechte der Kinder ernst zu nehmen und auch Wirklichkeit werden zu lassen. Dieser Jahrestag ist wichtig, damit die Sorgen, Rechte und Bedürfnisse der Kinder gehört werden.

So ist zum Beispiel das Thema „Kinder und Übergewicht“ konsequenter in den Blick zu nehmen. Immer mehr Jungen und Mädchen sind übergewichtig. In Europa sind es durchschnittlich über 29 Prozent, die zu viele Pfunde auf die Waage bringen. Während in den südeuropäischen Ländern wie Italien oder Griechenland sogar mindestens jedes dritte Kind im Alter von 7 bis 13 Jahren übergewichtig ist (36,8 und 35,2 %), stehen Länder wie Schweden oder die Schweiz mit nur jedem sechsten Kind besser dar (15,0 und 17,4 %). In Deutschland liegt der Anteil mit etwa 19 % zwar unter dem europäischen Durchschnitt, die Zahlen sind dennoch alarmierend, weil sie in den letzten Jahren permanent ansteigen.

Bekanntermaßen gibt es viele Gründe für Übergewicht auch bereits in jungen Lebensjahren. Da steht an vorderster Reihe der Mangel an körperlicher Aktivität. Viele Kinder sind regelrechte Bewegungsmuffel! Eine weitere zentrale Ursache ist die unausgewogene und kalorienreiche Ernährungsweise. Hier sind es in den jungen Jahren verständlicherweise die Eltern, die ihrer Fürsorge nicht nachkommen, um den Kindern bedürfnisgerecht möglichst gesunde Lebensmittel anzubieten. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor, der zu den zunehmend vielen übergewichtigen Kindern führt, ist deren mangelnde Medienkompetenz, wenn es um die Werbung für (Kinder-) Lebensmittel geht.

Werbung erkennen, einordnen und verstehen zu können sind wichtige Voraussetzungen für die kindliche Entwicklung hin zu informierten Konsumenten. Es ist erwiesen, dass Kinder, die gerne ungesundes Essen konsumieren, oft weniger skeptisch gegenüber in der Werbung angepriesenen Lebensmitteln sind. Auch ein geringes Selbstbewusstsein, das zum Teil durch einen hohen Body-Mass-Index und eine negative Körperwahrnehmung bestimmt ist, setzt diese Medienkompetenz herab. Dieses Thema ist so ernst zu nehmen, dass bereits empfohlen wird, Kindern mit Übergewicht und einer ungesunden Lebensmittelauswahl ein spezielles Training zur besseren Beurteilung von Werbung anzubieten. Ein derartiges Angebot wäre in Schulen, in Adipositaszentren und bei Kinderärzten möglich. Zudem hat die Haltung der Eltern gegenüber Lebensmittelwerbung einen großen Einfluss auf Fähigkeit ihrer Kinder, die Medien und ihre Inhalte für die eigenen Bedürfnisse möglichst sachkundig zu nutzen.

Wer in der Kindheit zu viele Pfunde auf die Waage bringt, ist meist auch im Erwachsenenalter übergewichtig. Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose können die Folge sein. Neben den gesundheitlichen Problemen kann ein zu hohes Körpergewicht in der Kindheit auch zu sozialer Ausgrenzung, dem Gefühl der Stigmatisierung und der Isolation führen.

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