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1. Mai – da darf die Maibowle nicht fehlen!

Wir lieben den Frühling und zu Beginn des Wonnemonates Mai gehört die Waldmeister-Bowle als Frischegruß aus der Natur unbedingt dazu. Der Frühlingsklassiker besitzt eine über tausendjährige Tradition. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es sehr viele unterschiedliche Rezepte für die Maibowle gibt.

Der immergrüne Waldmeister steht zurzeit in seiner vollen Blüte und duftet daher gerade jetzt am intensivsten. Vom „Meister des Waldes" leitet sich sein deutscher Name her. Früher kannte man ihn aber auch als „Labkraut" und ihm wurden aufgrund seines typischen Geruchs sogar Zauberkräfte gegen Hexen und böse Flüche zugesprochen. Die Waldmeister-Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 30 Zentimetern. Man erkennt sie sehr leicht aufgrund ihres eckigen Stängels, der abstehenden Blätter und der feinen weißen Blütenpracht. Ist man sich als Laie dennoch unsicher, so hilft es, die Blätter zwischen den Fingern zu zerreiben, damit der unverwechselbare Waldmeister-Geruch in die Nase strömen kann.

Der Waldmeister sollte bereits am Vortag der Verarbeitung gepflückt werden, damit das Aroma des Wirkstoffes Cumarin optimal freisetzt wird. Es wird einen Tag lang zum Trocknen an den Stängeln aufgehängt, um das notwendige Verwelken zu beschleunigen. Für die spontane Zubereitung bringt das einstündige Tiefgefrieren einen vergleichbaren, jedoch schnelleren Zerfallsprozess, bei dem das Aroma gelöst wird. Über die eingesetzte Menge des Waldmeisters und die Dauer der Einwirkung auf die Flüssigkeit lässt sich streiten. Bedenken sollte man dabei, dass das Cumarin in großen Mengen Kopfschmerzen und Schwindelgefühl hervorrufen kann. Für Kinder kann eine zu hohe Dosis sogar giftig sein. Andererseits wird dem Waldmeister bei einer richtigen Dosierung eine kopfwehlindernde, gefäßerweiternde, krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaft zugesprochen. Die traditionelle Heilkunde verwendet ihn aus diesen Gründen auch für die Herstellung von Schlafkissen oder Entspannungstees. Nicht ohne Grund wird der Waldmeister daher traditionell auch als „Fröhlichmacher aus dem Wald" beschrieben.

Zwar gibt es bekanntlich auch das künstlich hergestellte Waldmeisteraroma, so wie wir es in der grünen Götterspeise, als Sirup für die Berliner Weiße oder im Waldmeister-Eis aus dem Supermarkt kennen. Im Geschmack und im Wirkstoffgehalt kommen diese Zubereitungen dem Original jedoch bei Weitem nicht nach.

Nutzen wir also jetzt die Waldmeistersaison, um die aromatische Pflanze frisch zu pflücken! Von den entsprechend vorbereiteten Waldmeisterblättern werden die Stielansätze abgeschnitten, um das Austreten von Bitterstoffen zu vermeiden. Anschließend gibt man je nach gewünschter Variante zu zwei Litern Weißwein und Sekt beziehungsweise Saft und Sprudel sieben bis zehn Waldmeisterpflanzen. Nach spätestens 30 Minuten werden die Blätter aus der Bowle herausgenommen. Wer es mag, gibt noch ein paar Zitronenscheiben, Erdbeeren oder einige Minzblätter hinzu, jedoch nicht zu viel, um nicht das besondere Aroma des Waldmeisters zu verdrängen. Schnell also ist der wichtige kulinarische Begleiter für den 1. Mai zubereitet. Lassen Sie es sich schmecken!

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