Die richtige Ernährung bei Kinderwunsch

Trinkmenge – Genussmittel

Die tägliche Trinkmenge sollte 1,5 bis 2,5 Liter betragen.

Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte folgende Trinkmenge – pro Kilogramm Körpergewicht – aufgenommen werden, um den täglichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen

  • Erwachsene 35 ml Wasser pro Tag
  • Menschen ab dem 65. Lebensjahr 30 ml Wasser pro Tag

Bevorzugen Sie kalorienarme bzw. kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, Gemüsesäfte und verdünnte Fruchtsäfte.

Meiden Sie Colagetränke, süße Limonaden und Fruchtsaftgetränke.

Achtung!
Im Sommer, wenn stark geschwitzt wird, muss unter Umständen die Trinkmenge auf über 3 Liter/Tag erhöht werden.

Wichtige Hinweise zum Genussmittelkonsum

Trinken Sie bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen Kaffee oder vier bis sechs Tassen schwarzen beziehungsweise grünen Tee am Tag.
Koffein führt zu einer gesteigerten Flüssigkeitsausscheidung, so dass Sie vermehrt die wichtigen Mineralstoffe Calcium und Magnesium mit dem Urin ausscheiden. Des Weiteren kann der Genuss von mehr als zwei Tassen Kaffee täglich bei der Frau bereits die Konzeption (Empfängnis; Befruchtungsrate) beeinträchtigen.

Schränken Sie den Alkoholkonsum ein. Männer sollten täglich nicht mehr als 25 g Alkohol trinken, das entspricht etwa einer Flasche Bier oder 0,25 l Wein. Frauen sollten täglich nicht mehr als 12 g Alkohol zu sich nehmen.

Alkoholkonsum kann die Fertilität des Mannes und der Frau beeinträchtigen: Sexualhormone (z. B. Östrogene) können aufgrund alkoholbedingter Leberschädigungen nicht mehr ausreichend abgebaut werden und führen zur hormonellen Störung auf der Ebene Hypothalamus-Hypophyse, das heißt auf der Ebene von Zwischenhirn und Hirnanhangsdrüse. Dieses wiederum führt zur Beeinträchtigung der Bildung des Gonadotropin Releasing Hormons (GnRH), was notwendig ist zur Freisetzung des luteinisierenden Hormons (LH) und des follikelstimulierenden Hormons (FSH).

Mann: Erhöhter Alkoholkonsum kann zu einer schlechteren Qualität der Spermatozyten (Samenzellen) führen: Die Samenzelldichte wird reduziert (Oligozoospermie) und der Anteil der fehlgebildeten Samenzellen (Teratozoospermie) nimmt zu. Des Weiteren führt erhöhter Alkoholkonsum zur Beeinträchtigungen der Libido, das heißt der sexuellen Lust.

Frau: Erhöhter Alkoholkonsum kann Störungen der Follikelreifung (Eizellreifung) und des Monatszyklus bedingen, wodurch die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird.

Stellen Sie das Rauchen ein!

Mann: Rauchen kann zur Asthenozoospermie (verminderte Beweglichkeit von Samenzellen) führen und damit die Konzeptionschancen (Befruchtungschancen) vermindern.

Frau: Rauchen gefährdet den Erfolg einer "künstlichen Befruchtung"!
Der Konsum von mehr als 10 Zigaretten am Tag vermindert die Chancen, dass sich ein Embryo in den Uterus (Gebärmutter) einnistet. (Schwangerschaftsrate: 52 % bei weniger als 10 Zigaretten/Tag; 34 % bei mehr als 10 Zigaretten/Tag). Des Weiteren führt Rauchen vermehrt zu Mehrlingsschwangerschaften (Vergleichsgruppe: 31 %; Raucherinnen mit mehr als 10 Zigaretten/Tag: 60 %) [1].
Es wurde eine verringerte Schwangerschafts- und Implantationsrate beim Transfer von subjektiv als morphologisch einwandfrei beurteilten Embryonen bei Raucherinnen gegenüber Nichtraucherinnen festgestellt [2].

Des Weiteren führt Tabakkonsum zu Folgeerkrankungen wie Lungen-, Mundhöhlen-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Nieren-, Blasen-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmuttermundkrebs; Fettstoffwechselstörungen (Hypercholesterinämie; Hypertriglyzeridämie), Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK), Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung), Bluthochdruck (Hypertonus), Herzinfarkt (Myokardinfarkt) und Schlaganfall (Apoplex).

Literatur

  1. Soares SR, Simon C, Remohi J, Pellicer A.
    Cigarette smoking affects uterine receptiveness.
    Hum Reprod 2007;22:543-547.
  2. Neal MS, Hughes EG, Holloway AC, Foster WG. 
    Sidestream smoking is equally as damaging as mainstream smoking on IVF outcomes.
    Hum Reprod 2005;20:2531-2535.
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