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Vitamin D - Versorgungssituation

Für die Berechnung der Versorgungssituation von Vitamin D werden die Zufuhrempfehlungen und die Nährstoffzufuhr von Männern und Frauen verschiedener Altersklassen in Deutschland herangezogen.

Informationsgrundlage: Nationale Verzehrsstudie II

In der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II, 2008) wurde für Deutschland das Ernährungsverhalten der Bevölkerung untersucht und gezeigt, wie sich dies auf die durchschnittliche tägliche Nährstoffzufuhr mit Makro- und Mikronährstoffen (Vitalstoffe) auswirkt.

Als Bemessungsgrundlage für die Beurteilung der Nährstoffversorgung werden die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen. Ein Vergleich zwischen der Zufuhrempfehlung und der tatsächlichen Nährstoffzufuhr gibt Aufschluss darüber, bei welchen Mikronährstoffen in Deutschland häufiger eine Unterversorgung vorliegt.

Versorgungssituation von Vitamin D in Deutschland

  • Die neue Zufuhrempfehlung für Vitamin D in Höhe von 20 Mikrogramm wird über die normale Ernährung von niemandem in der deutschen Bevölkerung erreicht.
  • Im Durchschnitt nehmen Männer 2,9 Mikrogramm und Frauen 2,2 Mikrogramm Vitamin D pro Tag zu sich.
  • Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen 19,2 Mikrogramm Vitamin D. Der Versorgungsstatus dieser Männer liegt 96 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Den am schlechtesten versorgten Frauen fehlen 19,5 Mikrogramm Vitamin D. Der Versorgungsstatus dieser Frauen liegt 97,5 % unterhalb der empfohlenen Zufuhrmenge.
  • Schwangere und Stillende haben keinen Mehrbedarf an Vitamin D gegenüber ihren nicht-schwangeren bzw. nicht-stillenden Altersgenossen. Sie unterliegen jedoch der gleichen Fehlbetragssituation. Entsprechend fehlen den am schlechtesten versorgten Schwangeren und Stillenden 19,5 Mikrogramm Vitamin D pro Tag.

Fisch: Wichtigste Vitamin D-Quelle in der Nahrung

Hauptlieferant für Vitamin D in der Ernährung ist vor allem Fisch. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II werden mehr als 40 % der täglichen Vitamin D-Menge über Fisch und Fischgerichte zugeführt. Eine ausgewogene Ernährung reich an Fisch ist im Hinblick auf eine gute Vitamin D-Versorgung daher besonders wichtig.

Individueller Mehrbedarf

Da sich die Zufuhrempfehlungen der DGE an dem Bedarf von gesunden und normalgewichtigen Menschen orientieren, kann der berechnete Mehrbedarf für Vitamin D auch höher ausfallen. Der individuelle Bedarf kann zum Beispiel aufgrund der Ernährungsweise, des Genussmittelkonsums oder einer Dauermedikation oberhalb der Zufuhrempfehlungen der DGE liegen.

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