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Vitalstoffe (Mikronährstoffe)

Der Energiestoffwechsel des Körpers bezeichnet den Teil des Stoffwechsels, der für die kontinuierliche Gewinnung von Energie verantwortlich ist.

In diesem Zusammenhang kommt den Mikronährstoffen (Vitalstoffen) eine besondere Bedeutung zu.

Spezielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden an vielen Stellen des Energiestoffwechsels benötigt, damit die Prozesse optimal ablaufen können. Sie unterstützen die aufwendigen Ab- und Umbauprozesse, die zur Energiegewinnung nötig sind.

Zellen mit einem hohen Energiebedarf sind Muskel- (auch Herzmuskel-), Nerven-, Sinnes- und Eizellen. Sie enthalten besonders viele Mitochondrien, die auch als „Energiekraftwerke der Zellen“ bezeichnet werden. Ebenfalls hoch ist auch der Energiebedarf des Gehirns und der Verdauungsorgane.

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Coenzym Q10, eine vitaminähnliche Substanz. Es übernimmt als spezieller Bestandteil von Enzymkomplexen (Beschleuniger von Stoffwechselprozessen) eine zentrale Funktion bei der Energieproduktion. Mit zunehmendem Alter nimmt der Coenzym Q10-Gehalt in den Zellen ab.

Fleisch ist eine besonders gute Quelle für Coenzym Q10. Pflanzliche Lebensmittel sind für die Versorgung mit Coenzym Q10 nahezu unbedeutend.

Bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien entstehen natürlicherweise sogenannte freie Radikale. Dabei handelt es sich um sehr reaktionsfreudige Moleküle. Sie entstehen bei zahlreichen Stoffwechselprozessen und können Körperzellen und deren Erbgut, die DNA, schädigen.

Zur Abwehr freier Radikale stehen dem Körper verschiedene antioxidative Systeme zur Verfügung. Dazu zählen Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E sowie antioxidativ wirksame Enzyme, deren Aktivität durch Selen, Kupfer, Mangan und Zink unterstützt werden. Auch Coenzym Q10 ist Bestandteil des antioxidativen Systems.

Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), Vitamin B6, Vitamin B12, Biotin, Magnesium, Kupfer und Mangan tragen ebenfalls zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

L-Carnitin wird für den Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien benötigt, um diese dem Energiestoffwechsel zuzuführen. L-Carnitin ist im Rahmen der zelleigenen Energiegewinnung wesentlicher Bestandteil des Fettstoffwechsels und trägt zu einer normalen Fettverbrennung bei. Auch für L-Carnitin ist Fleisch (vor allem Hirsch- und Rehfleisch) ist eine besonders gute Quelle. Die körpereigene Synthese von L-Carnitin erfolgt unter Mithilfe von Vitamin C.

Vitamin C, Vitamin B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12 und Magnesium tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

Vitamin C, Vitamin B1, Niacin (Vitamin B3), Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure und Magnesium tragen zur normalen psychischen Funktion und Zink zu einer normalen kognitiven Funktion (Auffassungsgabe und Erinnerung) bei.

Hülsenfrüchte wie beispielsweise Linsen, Sojabohnen oder Kichererbsen haben einen hohen Gehalt an Magnesium, dem Anti-Stress-Mineralstoff.

Vitamin D, Magnesium und Kalium tragen zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.

Einen besonders hohen Bedarf an Energie hat das Immunsystem. Vitamin C, Vitamin D, Vitamin B6, Vitamin B12, Kupfer, Selen und Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Empfehlungen für eine vitalstoffreiche Ernährung:

  • Eine abwechslungsreiche Ernährung aus frischen, pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln ist dabei von zentraler Bedeutung.
  • Obst und Gemüse sind wichtige Nährstofflieferanten für den Energiestoffwechsel. Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien.
    • Für Obst und Gemüse gilt: Verzehren Sie täglich insgesamt 5 Portionen (≥ 400 g)! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt hierbei 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst.

Entsprechende Lebensmittellisten finden Sie hier.