Dr. Gehring
Vitalstoffe GmbH & Co. KG

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EUCELL Vitalstoffpräparate und Lebensmittelrecht

Zur Sicherheit und zum Wohle unserer Kunden, werden EUCELL Nahrungsergänzungsmittel, ergänzende bilanzierte Diäten und diätetische Lebensmittel zur gewichtskontrollierenden Ernährung, auf der Grundlage des deutschen Lebensmittelrechtes, der europäischen Lebensmittelgesetze und gemäß den Empfehlungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), Berlin, entwickelt und hergestellt.

EUCELL Nahrungsergänzungsmittel enthalten nur für spezielle Ernährungsanforderungen Eisen, Mangan und Kupfer.

Eisen

Nicht gebundenes, freies Eisen wirkt zellschädigend [1]. Eisen wird auch als Prooxidans im Zusammenhang mit der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen – wie beispielsweise Erkrankungen der Herzkranzgefäße mit der Folge eines Myokardinfarktes (Herzinfarkt) – und neurodegenerativer Erkrankungen – beispielsweise Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson – und als Promotor von Krebserkrankungen diskutiert.
Als zugrunde liegender Mechanismus wird vermutet, dass Eisen über seine katalytische Schlüsselfunktion bei der Bildung zytotoxischer Sauerstoff- und Hydroxylradikale oxidativen Stress begünstigt, zum Beispiel im Verlauf von Fenton- und Haber-Weiss-Reaktionen [2, 3].

Personen, die beispielsweise an einer Hämochromatose – „Eisenspeicherkrankheit“ – erkrankt sind, weisen ein erhöhtes Risiko für Leberzellkarzinome auf [4]. Zudem zeigte sich in einer Studie aus den USA, dass ein erhöhter Serum-Eisenspiegel mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen verbunden ist [5].

Mann
Die für die Bundesrepublik Deutschland durchgeführten Bestimmungen des Ferritin-Serumspiegels zur Abschätzung der Eisenversorgung weisen darauf hin, dass eine Eisenunterversorgung des Mannes relativ selten ist.

Frau
Die für die Bundesrepublik Deutschland durchgeführten Bestimmungen des Ferritin-Serumspiegels zur Abschätzung der Eisenversorgung weisen darauf hin, dass selbst bei Frauen vor den Wechseljahren eine Eisenunterversorgung relativ selten ist.

Achtung!
Vor einer Eisen-Substitutionstherapie ist stets die Bestimmung des Serum-Ferritinspiegels erforderlich.
Nur wenn ein krankhafter Befund nachgewiesen ist, darf eine Eisen-Therapie durch den Arzt eingeleitet werden!

Schwangere und Stillende
Der Eisenbedarf steigt nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Schwangere benötigt täglich 30 mg Eisen und die Stillende 20 mg (an Stelle von 15 mg pro Tag für nicht schwangere bzw. stillende Frauen). Gute Eisenlieferanten sind mageres Fleisch (besonders Rindfleisch). Bevorzugen Sie des Weiteren grünes Gemüse wie Broccoli sowie Erdbeeren und Getreideprodukte (Müsli und Brot).

Kein EUCELL Nahrungsergänzungsmittel enthält deshalb – außer EUCELL NATAL – im Sinne des Verbraucherschutzes Eisen.

Literatur

  1. Forth W, Rummel W (1987) Eisen. Pharmakotherapie des Eisenmangels.
    In: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. W Forth, D Henschler, W Rummel (Hrsg.) 5., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage.
    BI Wissenschaftsverlag, Mannheim.
  2. Nelson RL (2001) Iron and colorectal cancer risk: human studies.
    Nutr. Rev. 59: 140-148.
  3. Schröder H (1994) Störungen des Eisenstoffwechsels und Eisenpräparate zur Substitution. Pharmazeutische Zeitung 139: 9-13.
  4. Braunwald, Fauci, Kasper, Hauser, Longo, Jameson. Harrisons Innere Medizin 2, 15. Auflage. Dietel M, Dudenhausen J, Suttorp N (Hrsg)., Kap. 345, Seiten 2459-2462, ABW Wissenschaftsverlag, Berlin (2003)
  5. Wu T, Sempos CT, Freudenheim JL, Muti P, Smit E.
    Serum iron, copper and zinc concentrations and risk of cancer mortality in US adults.
    Ann Epidemiol. 2004 Mar;14(3):195-201.

Mangan

Bei Menschen wurden bisher keine Mangelsymptome beobachtet, die eindeutig auf eine Manganunterversorgung zurückzuführen gewesen wären. Es gibt vage, nicht ausreichend gesicherte Hinweise aus wenigen experimentellen Studien, dass eine deutliche Verringerung der Manganaufnahme zu nachteiligen Effekten führen könnte. Diese Studien werden in dem Bericht der nationalen Sachverständigengruppe des Vereinigten Königreichs genauer beschrieben (Food Standards Agency, 2003).

Für die Bundesrepublik Deutschland liegt kein Hinweis auf einen unzureichenden Versorgungsstatus an Mangan vor, das heißt, Manganmangelzustände sind in der bundesdeutschen Bevölkerung nicht bekannt geworden [1].

Ein Manganmangel ist beim Menschen wegen des ubiquitären Vorkommens nicht zu erwarten [2].

Kein EUCELL Nahrungsergänzungsmittel enthält deshalb – außer EUCELL Q10 Plus – im Sinne des Verbraucherschutzes Mangan.

Literatur

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung
    Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische
    Aspekte A. Domke, R. Großklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter, E. Schmidt, A. Weißenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen (Hrsg.), Kap. 16, Seiten 293-299, BfR-Wissenschaft 04/2004, Berlin (2004)
  2. Biesalski, H. K.; Köhrle, J.; Schümann, K., Kap. 33, Seiten 233-234,
    In: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe
    Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 2002

Kupfer

Die für die Bundesrepublik Deutschland vorliegenden Daten zur Aufnahme von Kupfer weisen darauf hin, dass bei sonst gesunden Personen nicht mit einer unzureichenden Versorgung mit dem Spurenelement Kupfer zu rechnen ist (Versorgungskategorie 3). Ein Zusatz von Kupfer zu Nahrungsergänzungsmitteln wird daher nicht empfohlen [1].Zudem zeigte sich in einer Studie aus den USA, dass ein erhöhter Serum-Kupferspiegel mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen verbunden ist [2].
Kupfer ist in der Nahrung enthalten in Getreideprodukten, Innereien (Leber und Nieren von Wiederkäuern können besonders hohe Kupfergehalte aufweisen), Fisch, Schalentieren, Leguminosen, Nüssen, Kakao, Schokolade, Kaffee, Tee und einigen grünen Gemüsen.

Kein EUCELL Nahrungsergänzungsmittel enthält deshalb im Sinne des Verbraucherschutzes – außer EUCELL Q10 PlusKupfer.

Literatur

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung
    Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische
    Aspekte A. Domke, R. Großklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter, E. Schmidt, A. Weißenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen (Hrsg.), Kap. 15, Seiten 279-291, BfR-Wissenschaft 04/2004, Berlin (2004)
  2. Wu T, Sempos CT, Freudenheim JL, Muti P, Smit E.
    Serum iron, copper and zinc concentrations and risk of cancer mortality in US adults. Ann Epidemiol. 2004 Mar;14(3):195-201

Jod

Bei der Zufuhr von Jod orientieren wir uns an den Empfehlungen des Bundesinstitutes Bundesinstitutes für Risikobewertung: Die Jod-Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel sollte 100 µg Jod je Tagesverzehrmenge nicht überschreiten.
Nach Angaben des BfR weisen die für die Bundesrepublik Deutschland vorliegenden Daten über den Versorgungszustand an Jod darauf hin, dass das Risiko eines klinisch manifesten Mangels oder Speicherentleerung bei etwa 30% der Bevölkerung besteht. Dabei sind Frauen etwa fünfmal häufiger betroffen als Männer [1].Nach den Kriterien der WHO herrscht ein milder Jodmangel. Besonders gefährdet sind starke Raucher/innen, Schwangere und Stillende sowie Säuglinge und Kleinkinder.
Bei unangemessener Zufuhr von Jod über Nahrungsergänzungsmittel besteht jedoch ebenfalls nach Einschätzung des BfR – unter Berücksichtigung der empfindlichsten Verbraucher mit einer unerkannten funktionellen Autonomie der Schilddrüse – ein hohes Risiko für unerwünschte Wirkungen. Bei dieser Personengruppe mit und ohne Funktionsstörung kann sich durch die Gabe von mehr als 200 µg Jodid zusätzlich zur normalen täglichen Jodidaufnahme eine manifeste Hypothyreose früher entwickeln [1].

Als empfindliche Risikogruppe gegenüber einem Jod-Überschuss gelten unter anderem auch ältere Menschen, die mit Jodmangel aufgewachsen sind, mit einer funktionellen Autonomie sowie Patienten mit einer genetischen Disposition für eine Autoimmunthyreoiditis [1].

Das BfR empfiehlt deshalb die derzeitige Höchstmengenregelung für Nahrungsergänzungsmittel von 100 µg pro Tag beizubehalten [1].

Kein EUCELL Nahrungsergänzungsmittelaußer EUCELL NATAL – enthält deshalb im Sinne des Verbraucherschutzes mehr als 100 µg Jod.

Jodversorgung in Schwangerschaft und Stillzeit
Die Nationale Verzehrsstudie 2008 weist auch für die Zufuhr von Jod aktuelle Werte aus. So sind bereits 50-60 % der Frauen im gebärfähigen Alter mit Jod unterversorgt. In der Schwangerschaft steigt der tägliche Zufuhr-Bedarf von 200 µg auf 230 µg. In der Stillzeit auf 260 µg Jod am Tag. Der Fehlbetrag für Schwangere und Stillende kann sich bei den am schlechtesten Versorgten auf bis zu 170 µg erweitern.

Tatsache ist auch, dass ca. 40% aller Frauen in Deutschland nahe an einer Schilddrüsenunterfunktion stehen. Das bedeutet, dass sich die Jod-Speicher in der Schilddrüse in der Schwangerschaft bzw. Stillzeit ohne unterstützende Jod-Zufuhr sehr schnell vollständig entleeren können. Die Bedeutung einer funktionierenden Schilddrüse der Mutter ist für das heranwachsende Kind ist nicht zu unterschätzen. Jod-Mangel kann zu Kretinismus führen.

Entsprechend den oben genannten Erkenntnissen, enthält EUCELL NATAL 150 µg Jod. Dieses ist sicher und angemessen und dient der Gesundheit von Mutter und Kind.

*Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt 100-150 µg Jod pro Tag in Tablettenform für die Schwangere und Stillende [2].

Jodmangel in Schwangerschaft und Stillzeit (Arbeitskreis Jod-Mangel)

Literatur

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung
    Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte
    A. Domke, R. Großklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter, E. Schmidt, A. Weißenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen (Hrsg.), Kap. 11, Seiten 201-240,
    BfR-Wissenschaft 04/2004, Berlin (2004)
  2. Jod, Folsäure und Schwangerschaft – Ratschläge für den Arzt
    Presserechtlich verantwortlich: Prof. Dr. Großklaus
    Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
    Herausgegeben vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Arbeitskreis Jodmangel (AKJ) (Februar 2006)

Weitere Hinweise zu Eisen, Mangan und Kupfer

Da die Spurenelemente Eisen, Mangan und Kupfer in „diätetischen Lebensmitteln“ – im Gegensatz zu den Nahrungsergänzungsmitteln – enthalten sein können, soll hier kurz auf die Unterschiede zwischen diesen verschiedenen „Verkehrsformen“ von Lebensmitteln hingewiesen werden.

Während „diätetische Lebensmittel“ für eine besondere Ernährung von speziellen Personengruppen bestimmt sind – beispielsweise für die besonderen Erfordernisse im Rahmen einer gewichtskontrollierenden Ernährung oder vor dem Hintergrund der besonderen Anforderungen spezifischer Erkrankungen – sind „Nahrungsergänzungsmittel“ dazu bestimmt, dem allgemeinen Wunsch des Verbrauchers zu entsprechen, die Zufuhr bestimmter Vitalstoffe zu ergänzen.

Dieser Wunsch nach Nahrungsergänzung kann beispielsweise durch die Art der individuellen Lebensführung bedingt sein. Andererseits darf festgehalten werden, dass, obwohl in Deutschland eine ausreichende Vitalstoffversorgung durch eine vollwertige Ernährung unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) möglich ist, aus Untersuchungen jedoch hervorgeht, dass der Idealfall der optimalen Versorgung nicht auf alle Vitalstoffe und alle Bevölkerungsgruppen zutrifft [1, 2].

Dieser allgemeine Wunsch nach Nahrungsergänzung rechtfertigt aber nicht die unbegründete ergänzende Zufuhr von Eisen, Mangan und Kupfer, da die Risiken einer langfristigen Zufuhr in keinem Verhältnis zu den Vorteilen stehen. Wenn allerdings ein diätetisch oder medizinisch bedingter Grund für die ergänzende Zufuhr dieser Spurenelemente vorliegt, dann sollte diese Ergänzung unter medizinischer Betreuung mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. EUCELL Natal) bzw. diätetischen Lebensmitteln oder Arzneimitteln erfolgen, so dass die erforderlichen Sicherheitsanforderungen für die ergänzende Zufuhr gewährleistet sind.

Literatur

  1. Ernährungsbericht mit Förderung des Bundesinstitutes für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
    Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Godesberger Allee 18, 53175 Bonn, 2004:62-68
  2. Nationale Verzehrsstudie II (2008)
    Die bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen
    Herausgeber: Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel


EUCELL Vitalstoffpräparate – Präparateübersicht

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