Modifiziertes Fasten

Das modifizierte Fasten ist eine erweiterte und sinnvolle Form des totalen Fastens, da Proteine und andere Vitalstoffe substituiert werden. Der körpereigene Eiweißabbau wird durch eine Zugabe von Eiweiß (Makronährstoff) ausgeglichen und die erhöhten Vitalstoffverluste (Mikronährstoffe) durch zusätzliche Gaben von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die negative Stickstoffbilanz kann durch Verabreichung von biologisch hochwertig eiweißhaltigen Produkten verhindert werden.

Modifiziertes Fasten – Vitalstoffmangel (Makro- und Mikronährstoffe)

Vitalstoffe
(Makro- und Mikronährstoffe)
Mangelsymptome
Protein [1]
  • Negative Stickstoffbilanz mit vermehrter Ausscheidung von Stickstoff und erhöhtem Muskelabbau
  • Störungen in der Verdauung sowie in der Aufnahme und im Transport von Vitalstoffen und daraus resultierende Wasser- und Elektrolytverluste
  • Muskelschwund [2.2.]
Calcium [2.1.]
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Schlechte Mineralisierung der Knochen
  • Osteoporose
  • Krampfneigung der Muskulatur
  • Erhöhte Erregbarkeit der Nervenzellen
  • Erhöhtes Karies- und Parodontitisrisiko [3]
Magnesium [1]
  • Muskel- und Gefäßkrämpfe
  • Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Extremitäten
Erhöhtes Risiko für
  • Herzjagen, Beklemmungsgefühl, Hyperaktivität,
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinfarkt [3]
Kalium [1]
  • Muskelschwäche, Muskellähmung
  • Verminderte Sehnenreflexe
  • Herzrhythmusstörungen, Herzvergrößerungen [3]
Natrium [1]
  • Ermüdbarkeit, Teilnahmslosigkeit, Verwirrtheit, fehlende Antriebskraft, verminderte Leistungsfähigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, fehlender Durst
  • Muskelkrämpfe
  • Verminderte Harnausscheidung [3]
Ungesättigte Fettsäuren – Omega-3-und-6-Fettsäuren [2.1.]
  • Nierenerkrankungen
  • Reduzierte Funktionstüchtigkeit der roten Blutkörperchen
  • Verminderte Leberfunktion
Erhöhte Gefahr bei Kindern für
  • Störungen im Ganzkörperwachstum sowie in der Lernfähigkeit
  • Ungenügende Entwicklung des Gehirns [3]


Literatur

  1. Eschenbruch, B.
    Wasser und Mineralstoffe in der Ernährungsmedizin.
    Kapitel 6, 138-140
    Umschau Zeitschriftenverlag Breidenstein GmbH; Frankfurt am Main 19942.
  2. Niestroj, I.
    Praxis der Orthomolekularen Medizin. Kapitel 7, 140 (2.1.), 8, 156 (2.2.)
    Hippokrates Verlag GmbH; Stuttgart 20003.
  3. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie
    Leitfaden Mikronährstoffe.
    Kapitel 2, 230-339
    Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2004